Camembert aus der Normandie

Camembert ist ein kleines Dorf in der Normandie. 

Dort lebte in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts auf dem Bauernhof „Roiville“ eine Bäuerin mit Namen Marie Harel, die auf ihrem Hof kleine runde Käse herstellte. 

Das Rezept, das sie verwendete, stammte aus dem 11. Jahrhundert. 

Diese Käse wurden „Angelot“ genannt, „Engelskäse“. 

Marie Harel ließ sie "natürlich" reifen, das heißt ohne sie zu behandeln einfach alt werden. Die Käse bildeten einen braunen und roten Schimmel mit grünen Flecken und waren im Geschmack ganz schön scharf. 

Es war der Vorläufer des Maroilles, ein Käse der heute noch gereift diesem Camembert-Geschmack ähnelt. Erst viel später wurde dem Käse das Penicillium camemberti zugefügt, das die Rinde feiner und milder machte. 

Kein Vergleich mit den Camembert-Imitaten, die heute in der ganzen Welt hergestellt werden. Sie sind eigentlich nur Weichkäse mit weißblühender Rinde.
Man hatte versäumt, im 19. Jahrhundert den Namen für den Camembert dé Normandie zu schützen. 

Dadurch, dass die Temperatur der Milch bei der Herstellung des Käses nie mehr als 37°C beträgt, spricht man von Rohmilchkäse. 

Die gesamten Milchbakterien und der Geschmack der Milch, bedingt durch das salzhaltige Gras und Kräuter der Normandie, bleiben somit erhalten. 

 

Der Käse kann reifen und bekommt im reiferen Stadium einen kräftigen, leicht salzigen Geschmack.